Aktuelles

KUNSTWECHSEL 2017

Als Veranstaltungsorte für den KUNSTWECHSEL werden seit etlichen Jahren leerstehende Gebäude genutzt, deren Charakter in der Programmgestaltung und von den teilnehmenden Künstlern aufgegriffen wird. An dem Projekt beteiligen sich bis zu 40 Künstler mit Malerei, Fotografie, Grafik, Bildhauerei, Film, Internet- und Videokunst, Lichtinstallationen und Performance. Vervollständigt wird das Kunstwochenende durch ein vielseitiges Rahmenprogramm: Live-Musik, Kunstversteigerung, Live-Poesie, Theater und ein Café zum Ausspannen.

Der Ausstellungsort wird - wie immer beim KUNSTWECHSEL - erst kurz vor der Eröffnung unter www.kunstwechsel.de bekannt gegeben.
Eröffnung: Freitag, 01.12. um 20.00 Uhr
Ausstellung: 02. und 03.12., 14.00 - 19.00 Uhr
Samstag (02.12.) ab 22.00 Uhr: Künstlerfest mit Live-Band

Vom Missbrauch des Glücks – Künstler im Dialog mit Heinrich Aldegrever

Heinrich Aldegrever (1502 – 1555/61) gehört zu den bedeutendsten Kupferstechern deutscher Kunst im 16. Jahrhundert. Sein Zyklus „Vom Missbrauch des Glücks“ (Reichtum und Armut, Neid, Unmäßigkeit, Zorn, Eintracht etc.) bietet in dieser Gruppenausstellung die Vorlage für die Auseinandersetzung von zeitgenössischen Künstlern mit den Wertvorstellungen von Heinrich Aldegrever und seiner Zeit. 

 

Museum Wilhelm Morgner

Thomästraße 1

59494 Soest

Eröffnung: 03.12 2017, 11.00 Uhr

Ausstellung: 03.12 2017 bis 21.01.2018

BLAM!S TIERLEBEN

40 Künstler - 40 Bilder. Dieses Mal wird es in der Jahresausstellung der Dortmunder „blam! Galerie“ tierisch und international.
Es keucht, fleucht, kriecht, springt und krabbelt, bellt, miaut oder piept – kurz gesagt allerlei Biester (auch bislang unentdeckte Formen) geben sich ein Stelldichein.
 
blam! Produzentengalerie
Lange Straße 92
44137 Dortmund

Eröffnung: 08.12.2017, 18.00 Uhr
Öffnungszeiten: 08.12.2017 - 07.01.2018
mittwochs 16.00 - 19.00 Uhr und sonntags 13.00 - 16.00 Uhr

Garten der Lüste – die Kunstaktion

Inspiriert von dem dreiteiligen Gemälde „Garten der Lüste“ des niederländischen Renaissance-Malers Hieronymus Boschs wurde von Thomas Volkmann und Leonie Herrmann eine fünfstündige, raumgreifende Performance realisiert, die Malerei, Body-Printing und Collage miteinander vereint.

AB 8ZEHN

18 Duschkabinen - 18 Installationen - 5 Künstler:
Thomas Volkmann, Gerhard Kania, Udo Unkel, Heike Demleitner und
Hartmut Funke.

Impressionen der Ausstellung AB 8ZEHN:

Im Zentrum der Ausstellung steht ein seit Jahren ungenutzter Waschraum. Für
dessen 18 Duschkabinen wurden 18 Kunstwerke geschaffen, die unter anderem
die Themen Sünde, Reinigung und Ritual thematisieren. In einer gesonderten
Abteilung werden zusätzlich Objekte und Malerei präsentiert.

Die Farbe und die Form halten die ganze Scheiße zusammen

In den aktuellen Arbeiten Thomas Volkmanns zeichnet sich ein radikaler Wandel ab.
Neue Ideen zu generieren, sich zu verändern, zu entwickeln - das scheint für einen
Künstler unabdingbar zu sein. Th. Volkmann ist an diesem Punkt.

Die Werke der letzten Jahre waren auf der Höhe der Zeit. Formal immer knackige,
kurze Statements. Immer politisch unkorrekt mit hochpoetischen, dem Kabarett
nicht unbekannten Titeln. In diesen Titeln erkennt man immer wieder Anleihen aus
der gesamten Kunstgeschichte des Abendlandes.

Seine Figuren positioniert er mitten im Bildraum in oft übertriebenen, atavistisch
anmutenden Gebärden und Gestiken. Sie haben Stellvertreter-Funktion - wirken
bizarr und wild, jedoch für den Betrachter nicht frei von Ironie. Volkmanns Arbeiten
sind zu konkret um sie einfach abzuschütteln. Die Figuren werden gesäumt von
aggressiven Farben ohne wirklichen Ruhepunkt. Der Maler Per Kirkeby sagte über
seine Arbeiten: "Die Farbe und die Form halten die ganze Scheiße zusammen."
Ein sehr zutreffender Aphorismus, ebenfalls nicht frei von subversiver Ironie.

Die Form als Ausdrucksmittel scheint der eine Zweig der Entwicklung zu sein,
die Volkmann durchlebt, der andere ist die Konsequenz im Werk. Die Bildsprache
wird genauer, keine Abschweifungen mehr. Das ist eine Radikalität, die in der
zeitgenössischen Kunst nur noch selten anzutreffen ist.

Auszug aus V. Hauers Werk "Thomas Volkmann - der Maler"